Gemeinsamer Antrag zum Sportbad

Die Fraktionen von SPD und Die Linke haben einen gemeinsamen Antrag zur Fortführung des Projekts zum Bau eines Sportbades mit Sauna im Stadtrat eingebracht.

 

Ziel des Antrags ist es, eine Entscheidungsgrundlage auf Basis von Fakten für alle Stadträte zu erhalten. Der Antrag enthält deshalb den Auftrag an die Verwaltung, weitere Untersuchungen zum bereits begonnenen Sportbad-Projekt in der Sachsenstraße zu unternehmen. Unterlegt werden sollen unter anderem die Kosten und Erlösverbesserungen bei Bau in Niedrigenergiebauweise und dem Wärmebezug von den benachbarten Stadtwerken.

 

Ferner wird ein wesentlicher Teil des Antrags der FWG/BI/CDU in die Beschlussfassung aufgenommen. „Wenn es der Wille der anderen Fraktionen ist, den Standort Elberitzbad zu beplanen und die Kosten zu ermitteln, dann wollen wir uns dem nicht verschließen.“ meint dazu Heike Haase, Fraktionsvorsitzende der LINKEN. „Man muss in die Planung bisher investierte Arbeit und die Kosten nicht beerdigen, ehe man nicht Klarheit über beide Varianten hat.“ ergänzt Rüdiger Kleinke (SPD).

 

Der neue Antrag baut Brücken, um die Stadt bei ihrem Wunsch nach einem Sportbad voran zu bringen.

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Gemeinsamer Antrag zum Sportbad
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Anlage 1 zum Antrag.pdf
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Mehr zum Projekt Sportbad erfahren Sie auf der Website der Bürgerinitiative Pro Sportbad.


Häufige Fragen zur aktuellen Lage

Wurden die Bad-Pläne wirklich schon gestoppt?

Nein. Die Überschrift in der LVZ vom 1./2.2. ist irreführend. Die Fraktionsspitzen von CDU/BI Menschenskinder und FWG haben sich in den Räumen der LVZ für Foto getroffen und verabredet, einen Antrag zur Beendigung des Sportbad-Projektes im Stadtrat einzubringen. Über diesen Antrag wird vermutlich am 27.2. beraten und entschieden. Der Stopp des Sportbades in der Sachsenstraße kann also noch verhindert werden.

Welche drei Fraktionen meint Herr Plath?

Das wissen wir auch nicht. Wir zählen immer wieder durch und kommen auf zwei Fraktionen: FWG/BI und CDU. Die Grünen stellen keine Fraktion, denn sie sind mit Herrn Bornack nur als Einzelperson vertreten.

Wie ökonomisch ist die Lösung auf dem Gelände des Elberitzbades?

Es liegen noch keinerlei Pläne vor. auch Kosten sind nicht bekannt. Weder Bau- noch Betriebskosten. Auch ein Konzept fehlt. Die von Stadtrat Bornack (Grüne) als "ökonomisch und ökologisch sinnvollste Lösung" beschriebene Variante ist derzeit nicht beurteilbar. Alle Zahlen sind rein spekulativ und müssten durch Fakten unterlegt werden. Diese bleiben die Antragsteller derzeit noch schuldig.

Ist die SPD der Verlierer, wie die LVZ schreibt?

Nein. Verlierer sind leider die Bürger von Delitzsch. Sie werden, wenn sich die Allianz von Freien Wählern, BI Menschenskinder und Teilen der CDU durchsetzt, für mindestens die nächsten 30 Jahre auf ein Sportbad mit Sauna verzichten müssen.

Ist der Baugrund des Elberitzbades geeignet?

Das Elberitzbad liegt in einem Gebiet mit sehr hoher Vernässung und einer ständigen Überschwemmungsgefahr durch den Lober. Das Bad wurde übrigens deshalb als Naturbad ohne gemauertes Becken im letzten Jahrhundert an dieser Stelle errichtet. Der Baugrund ist extrem schwierig. Bis zum 30.1.20 vertrat die Stadtverwaltung deshalb den Standpunkt, dass ein Neubau auf dem Areal des Elberitzbades nicht möglich ist. Mittlerweile ist das PDF der Verwaltung nicht mehr verlinkt, aber wir haben es für Sie zum Nachlesen gesichert. Was zur neuen Erkenntnis beitrug, kann nur spekuliert werden. Ein neues Baugrundgutachten liegt jedoch nicht vor.

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Stadtverwaltung Delitzsch FAQ (bis 30.1.20 auf der Homepage der Stadt abrufbar)
faq_schwimmbad_2018.pdf
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Ist der Baugrund groß genug?

Nein. Im oben stehenden PDF schreibt die Verwaltung, dass das Grundstück zu klein sei. Da ein Grundstückszuwachs ausgeschlossen werden kann, besteht die Lösung wohl in der Verkleinerung der Pläne. Man verzichtet auf jegliche Nutzungsmöglichkeit für Kinder außerhalb des Vereinssports und will eine reine Winterschwimmhalle mit 6 Bahnen errichten.

Wird das Elberitzbad geschlossen?

Während der Bauphase in jedem Fall. Die wird voraussichtlich 2 Jahre dauern, in denen nicht gebadet werden kann. Sollten die Ergebnisse der Ausschreibungen ergeben, dass sich die Bau- oder Betriebskosten am Ende zur Variante in der Sachsenstraße nicht wesentlich unterscheiden - oder es sogar noch teurer wird - dann kann es sogar passieren, dass Delitzsch am Ende ganz ohne Bad dasteht. Dieses Risiko gehen die Befürworter ein.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Das wurde von den Befürwortern der Elberitzvariante noch nicht veröffentlicht. Mit ziemlicher Sicherheit kommt es zu einer Verzögerung von 2 Jahren für eine erneute Ausschreibung und Planung des neuen Projektes. Aufgrund des schwierigen Baugrundes und der stetigen Verteuerung von Baukapazitäten ist schon jetzt mit erheblichen Kostensteigerungen zu rechnen.

Was kann ich tun, um die Sache aufzuhalten?

Sie können viel tun!
  1. Zeichnen Sie bitte die Petition an den Delitzscher Stadtrat zur Fortführung des Sportbad-Projektes. Das ist das wichtigste und dauert gerade einmal 2 Minuten!
  2. Wenn Sie mehr tun möchten, dann sprechen Sie mit den Stadträten, denen Sie im letzten Mai Ihre Stimme gegeben haben. Sagen Sie den Stadträten Ihres Vertrauens, was Sie von dem Projektabbruch halten.
  3. Unterstützen Sie die Bürgerinitiative "Pro Sportbad". Melden Sie sich dazu auf deren Website pro-sportbad.de und bieten Ihre Mithilfe an.

Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Petition zur Fortführung des Projektes Sportbad mit Sauna in Delitzsch!

 

Jetzt unterstützen!


Nachdenken unerwünscht

Groß war der Aufschrei im letzten Jahr, als plötzlich die Säge am Wallgraben viele der alten Gehölze nieder machte. Versprochen wurde damals eine bessere Kommunikation und natürlich, dass man prüft, ob in den folgenden Bauabschnitten 3 und 4 die Bäume verschont werden können.

 

Damit dieses Versprechen der Verwaltung eingehalten wird, hatte die SPD einen Antrag in die Sitzung am 30.1.20 eingebracht, der die Verwaltung beauftragen sollte, Alternativen zur Fällung zu prüfen.Es ging also ums Nachdenken - zu viel, wie die Fraktionen der CDU/Heimatverein, FWG/BI Menschenskinder und AfD meinten. Sie lehnten den Beschlussantrag mehrheitlich ab.

 

Nur die Stadträte der LINKEN stimmten ebenfalls für die Vorlage.Zur Diskussion und zum Abstimmungsverhalten schreiben die Delitzscher Baumfreunde in ihrer Stellungnahme vom 5.2.20:

 

Wir danken den Baumfreunden für ihr Engagement und sagen ihnen unsere besondere Unterstützung zur Rettung der verbliebenen Starkbäume am Wallgraben zu.

 

Am Rande: Gegen den Antrag der SPD zum Nachdenken für den Erhalt der Bäume stimmte der Stadtrat der Grünen, Jörg Bornack. Uns lässt sein Abstimmungsverhalten ratlos zurück.


Stellungnahme der Delitzscher Baumfreunde

Mit Bestürzung haben wir die heutige Berichterstattung (5.2.20, Anm.d.Red.) in der LVZ Delitzsch zum SPD-Antrag zur Baumrettung am Wallgraben zur Kenntnis genommen. Sollte sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler tatsächlich wie dargestellt geäußert haben, wäre dies ein Affront nicht nur gegen die antragstellende Fraktion, sondern auch gegen uns, die Delitzscher Baumfreunde.

 

Die SPD-Fraktion hat mit ihrem Antrag versucht, Wege zur Rettung der verbliebenen Bäume am Wallgraben zu finden. Zuvor hatten fast 700 Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift an den gesamten (!) Stadtrat appelliert, genau dies zu tun!

 

Die SPD-Fraktion hat also genau das gemacht, wofür sie zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr gewählt worden ist, nämlich im Sinne der Bürgerschaft aktiv zu werden. Leider war dies bei keiner anderen Fraktion oder einzelnen Stadträten zu beobachten. Bereits im September 2019 sind wir bspw. bei den Freien Wählern vorstellig geworden und haben die Wallgraben-Problematik detailliert dargestellt.

 

Vier Monate also hätten die Freien Stadtparlamentarier Zeit gehabt, zu handeln. Dass die SPD-Fraktion nun „schneller“ war, kann man angesichts dessen kaum behaupten... Dass der Antrag von der Mehrheit des Stadtrates dann abgelehnt wurde, ist Teil der Demokratie. Diskreditierende Verhaltensweisen sind es nicht.

 

Wir stellen im Übrigen fest, dass wir niemanden brauchen, der sich bei uns „anbiedert“, wissen wir doch große Teile der Delitzscher Bürgerschaft an unserer Seite.

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Schreiben der Delitzscher Baumfreunde
Position zum LVZ-Beitrag vom 5.2.2020.pd
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Aktuelles Motto:

„Delitzsch tragen wir im Herzen.“

Rüdiger Kleinke
2019