Martin Holke - Landtagskandidat im Wahlkreis 34 Delitzsch

10 Fragen an den SPD-Landtagskandidaten im Wahlkreis 34 - Delitzsch

Martin Holke 

1. Was sind die aktuell drei wichtigsten Themen der sächsischen Landespolitik?

  • Kostenfreie Kitas
  • Bildungsticket für Azubi, Schüler und Studenten
  • Verbesserung der medizinischen und pflegerischen Versorgung im ländlichen Raum

2. Was wäre das Thema Deiner ersten Rede im Landtag?

  • Die Einführung eines Sozialtickets für Schüler, Azubi, Studenten und sozial Bedürftige. Damit kann man die Menschen finanziell unterstützen, den Straßenverkehr entlasten und die Umwelt schützen.
  • Dazu ist eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an den ÖPNV notwendig - kurze Takte, längere Züge, mehr Busse!

3. Warum kostenfreie Kitas?

  • zur Entlastung von Familien und Alleinerziehenden
  • gleiche Chancen auf frühkindliche Bildung für alle, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern

 

 

4. Was willst Du dafür tun, dass das Leben im ländlichen Raum, in Dörfern und Kleinstädten attraktiver wird?

  • Die finanzielle Ausstattung der Kommunen muss verbessert werden
  • Sicherung und Ausbau der medizinischen Versorgung durch Kooperation und Vernetzung der Angebote
  • Wirtschaftsförderung durch Förderung der Digitalisierung
  • Verbesserungen im ÖPNV - bedarfsgerecht, barrierefrei, kostengünstig
  • Förderung von Initiativen, die Arbeitsmöglichkeiten und Freizeitangebote schaffen
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Generationen

5. Wo liegen die Herausforderungen in Sachsen hinsichtlich Innerer Sicherheit und Migration?

  • weitere personelle Aufstockung der Polizei und des juristischen Apparates, damit Ermittlungserfolge nicht in der Warteschleife auf das Urteil wirkungslos werden 
  • Kleinkriminalität und große Vergehen wie Wirtschaftsbetrug und Steuerflucht müssen mit gleicher Intensität bekämpft werden
  • Der gesetzlich vorgegebene Rahmen im Umgang mit Geflüchteten, Asylbewerbern und Migranten, zu deren Integration, aber auch Abschiebung muss eingehalten werden, damit denen geholfen werden kann, die der Hilfe bedürfen.
  • Der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ist Sprache, Bildung und Arbeit. Hierzu wurden in Sachsen erfolgreich Strukturen aufgebaut, die langsam ihre Wirkung entfalten. Diese Politik muss fortgesetzt werden.
  • Die Erfahrungen aus Sachsen müssen in die Asyl- und Einwanderungsgesetzgebung des Bundes eingebracht werden.

6. Als Pflegemanager kennst Du die Probleme im Pflegebereich sicher sehr gut? Wie könnte die Politik das Thema angehen?

  • Es müssen mehr Pflegekräfte eingestellt werden.
  • Dazu ist es notwendig, den Beruf attraktiver zu machen durch bessere Bezahlung und bessere Rahmenbedingungen. Pflege ist keine Fließbandarbeit.
  • Das bedeutet aber auch, dass die Finanzierung von Pflege verstärkt werden muss.
  • Daneben ist genauso wichtig, den Menschen einen längeren Verbleib in ihrem gewohnten Umfeld und damit ein längeres selbstbestimmtes Leben zu führen.

7. Digitalisierung ist in aller Munde. Was sind für Dich die wichtigsten Handlungsfelder, damit die Sächsinnen und Sachsen nicht abgehängt werden?

  • Die SPD hat hat dafür gesorgt, dass Sachsen jetzt überall schnelles Internet bekommt. Als nächsten Schritt müssen unbedingt die Schulen  ausstatten, dass die Digitalisierung für Bildung genutzt werden kann. Dazu gehört auch, die Lehrerinnen und Lehrer fit zu machen.
  • Eine digitalisierte Behördenlandschaft wäre gerade für den ländlichen Raum eine große Erleichterung.
  • Zusammenarbeit der Sicherheits- und Justizorgane länderübergreifend und digitalisiert - stärkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung

8. Klimaschutz, Kohleabbau, Energiewende - was sind Deine Standpunkte und auf welche Energieträger soll Sachsen künftig setzen? Und wie können wir einen Verkehrskollaps auf sächsischen Straßen verhindern?

  • Die erneuerbaren Energien müssen viel stärker genutzt werden. Ich setze auf einen Mix aus Sonne, Wind und Wasser.
  • Um das Ende des Braunkohleabbaus werden wir nicht herumkommen. Aber der Kohleausstieg muss einhergehen mit einer nachhaltigen Umgestaltung der Arbeitsplätze. Die Menschen in den Braunkohleabbaugebieten brauchen eine berufliche und damit Lebensperspektive. Eine erneute Abwanderung wie in den 90er Jahren können wir uns nicht leisten.
  • Aber Klimaschutz ist noch mehr.  Ein starker öffentlicher Personennahverkehr verbindet Stadt und Land und nimmt Autos von den Straßen. Daneben ist der Ausbau des Schienennetzes und der Bahnangebote voranzutreiben. 
  • "Ein Land - ein Tarif" ist das Ziel, das die SPD mit einer Landesverkehrsgesellschaft erreichen will. Das ist attraktiv für die Menschen, die in Sachsen leben und die Touristen, die uns besuchen.
  • Das vorhandene Straßennetz ist zu erhalten und die Städte und Gemeinden müssen vom Durchgangsfern- und Schwerlastverkehr durch intelligente Umgehungsstraßen entlastet werden, z.B. an der B2 in Nordsachsen. 
  • Die Radwegenetze müssen ausgebaut werden.
  • Auch eine nachhaltigere vielfältige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen Sachsens trägt zum Klimaschutz bei. Ich bin für Artenvielfalt in Flora und Fauna und gegen Massentierhaltung und Monokulturen auf unseren Feldern.
  • Sachsen hat mittlerweile klare Regeln für den Schutz von Tier und Mensch. Das ist gut so. 

9. Welche Positionen hast Du zur Bildungspolitik in Sachsen? Gemeinschaftsschule ja oder nein? Was muss verbessert werden?

  • Ein klares Ja von mir zu Gemeinschaftsschule. Gemeinschaftsschulen sollen dort ermöglicht werden, wo alle Beteiligten das wollen - Eltern, Lehrer, Schüler, Schulträger.
  • Die Lehrpläne gilt es zu überarbeiten ohne Basiswissen  auszudünnen. Aber nur, wenn die Schülerinnen und Schüler auch lernen, wie und wo sie dieses Wissen anwenden können, werden sie es sich aneignen. Lebenspraktische Fragen wie Umgang mit Geld, Altersvorsorgen, Verhalten und Kommunikation in Sozialen Medien, Rechte und Pflichten als Staatsbürger, Spielregeln der Demokratie müssen viel stärker Einzug in den Unterricht finden.

10. Welche Themen liegen Dir noch am Herzen?

  •  Es existiert immer noch ein Lohngefälle zwischen Ost und West. Das liegt zum Einen an der geringeren Tarifbindung in Sachsen. Ich möchte, das Sachsen Tariflohnland wird. 
  • Kommunen sollen darin unterstützt werden, Vergaben nur an tarifgebundene Unternehmen durchführen zu können. Dazu ist eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen erforderlich.
  • Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist mittlerweile zu einem starken Wirtschaftszweig geworden. Gerade auch im Zusammenwirken mit Digitalisierung bietet dieser Wirtschaftszweig gute Entwicklungschancen für den ländlichen Raum. Ich trete daher für seine Förderung ein.
  • Sachsen hat eine reiche kulturelle Landschaft in allen Kunstrichtungen. Diese muss erhalten und ausgebaut werden. Beim Erhalt des kulturellen Erbes müssen Kommunen und andere Kulturträger unterstützt werden.
  • Auch mir begegnet im täglichen Leben  noch viel Bürokratie. Das nervt. Förderprogramme müssen einfacher sein - mehr Pauschalen und längere Zeiträume. Digitale Behörden sparen lange Wege, Wartezeiten und Papier.
  • Sachsen ist ein tolles Land - freundlich, mit Erfindergeist und großem kulturellen Reichtum. Wir müssen wieder lernen zuzuhören und andere in ihrer Vielfalt zu akzeptieren. Mehr Gemeinsamkeit, mehr Verständnis füreinander und eine höhere Toleranz - das ist das Potential für einen starken Freistaat Sachsen.
  • Daher: Verbinden statt spalten.