Forschungsprojekt steht vor dem Aus

Hintergrundinformation

Delitzsch steht vor dem Auslaufen des millionenschweren Forschungsprogramms „Energieeffiziente Stadt". Die bisherigen Bewerbungen um ein Anschlussprojekt liefen ins Leere. Die LVZ berichtet, dass nach gegenwärtigem Stand der Dinge Ende Mai Schluss ist. Dabei steht viel auf dem Spiel: Die intensive Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und Wissenschaftlern der Universität Leipzig sowie das Energieeffizienzmanagement von Delitzschs Energieeffizienzmanager Tillman Bruns.
Und das, obwohl doch eigentlich gute Ergebnisse vorliegen. Es existiert jetzt ein Masterplan zum Zustand kommunaler und privater Immobilien im Stadtgebiet sowie deren passgenauer passiven Gebäudesanierung.

 

 

Sowohl Delitzsch als auch der Forschungspartner wollen an die Erfolge anknüpfen. 

Im Fokus steht dabei die Wärme, nachdem sich die bundesweite Energiewende bislang vor allem um Strom gedreht hat. Die Idee: Gerade am Mittag, wenn es besonders sonnig ist und der Strompreis wegen massiver Einspeisungen so stark abfällt, dass Elektrizität verschenkt werde, kommt eine Umwandlung in Wärme in Betracht.

 

Mit im Boot bei diesem Forschungsvorhaben sind auch die Delitzscher Stadtwerke. Die Antwort des Ministeriums, zunächst nur telefonisch, war leider abschlägig. Wenn nichts mehr passiert, gehen am 31. Mai in der Energieberatungsstelle bei Tillman Bruns die Lichter aus. Es wäre schade, denn Delitzsch hat nicht nur vom guten Image der energieeffizienten Stadt, sondern auch vom Knowhow des Energieeffizienzmanagers enorm profitiert.

 

Quelle: LVZ, 21.01.2016, Kay Würker