Für ein Stadtbad!

Die Planungen für das neue Familienbad schreiten voran. Das neue Familienbad wird insgesamt 5 über Schwimmbecken verfügen. Damit wird es insbesondere für Familien deutlich attraktiver. Innen befinden sich ein großes Schwimmbecken mit 5 Bahnen á 25m und einer Wassertiefe zwischen 1,35m und 1,80. Für Senioren gibt es einen bequemen Quereinstieg, Springer erhalten wieder Startblöcke. Daneben findet sich das neue Kurs- und Lehrschwimmbecken, mit einem Fußboden, der angehoben werden kann. Dort lernen Kinder künftig leicht und sicher schwimmen. Davor befindet sich für Kleinstkinder ein Planschbecken. Mütter werden den Komfort des abgetrennten Windelplatzes in unmittelbarer Nähe schätzen.

 

Auch der Außenbereich ist attraktiv gestaltet. Das Außenschwimmbecken verfügt über einen sicheren Einstieg und unterteilt sich in einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich. Im Schwimmbereich sind 3 Bahnen mit 1,35m Wassertiefe und Startblöcke vorgesehen. Der Nichtschwimmerbereich wird noch mit einer Rutsche aufgewertet, verfügt jetzt schon über einen Sprudelpilz und Luftsprudelliegen. Außen ist für Kinder außerdem ein Matsch- und Spielbecken vorgesehen.

 

Außerdem ist eine Familiensauna mit Saunaterrasse geplant, die bei entsprechender Nutzung um einen Saunagarten ergänzt werden kann.

 

Viel Grün im Außenbereich, Möglichkeiten für den Vereinsschwimmsport und insgesamt ein modernes, sauberes Ambiente werden das neue Bad kennzeichnen. Die Stadt Delitzsch investiert damit in das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Bürger.

 

Nach Abschluss der Investitonsplanung muss die Planung der Betriebskosten abgeschlossen werden. Danach kann über das neue Bad im Stadtrat entschieden werden.

Die SPD-Fraktion unterstützt dieses Planungsvorhaben. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass Delitzsch in wenigen Jahren gar keine Bademöglichkeit am Ort mehr hätte. Es besteht am derzeitigen Elberitzbad hoher Sanierungsbedarf, der Standort ist kaum entwicklungsfähig und verkehrsmäßig nicht gut erreichbar.

 

Ein Baubeschluss ist noch nicht gefasst. Es geht jetzt darum, dem Freistaat Sachsen eine Planung  vorzulegen, um den Weg zu einer Förderung frei zu machen. Aus eigener Kraft kann Delitzsch ein solches Projekt nicht stemmen.

 


KOMMENTAR

"Wenn ich eines nicht mehr hören kann, dann ist es das Gejammer der Freien Wähler über die angeblich bevorstehende Schließung des Freibads. Wenn wir nicht nächstes Jahr Kommunalwahlen hätten, bliebe uns das inhaltslose Getöse wohl erspart. Hier wird Stimmung wider besseren Wissens gemacht und die Fake-News unter die Leute gebracht. Dabei will im Stadtrat niemand den Delitzschern ihren Badespaß nehmen. Das Gegenteil ist der Fall: Alle Stadträte wollen für Delitzsch ein Stadtbad. Das alte Elberitzbad ist aber ein Sanierungsfall. Dass vorausschauende Stadtväter klug überlegen und Alternativen für ganzjährigen Badespaß planen, geht den Freien Wählern zu weit. Dabei liegen die Vorteile für die Elle 2 auf der Hand: Ganzjährig und wetterunabhängig baden, komfortable Verkehrsanbindung mit ausreichend Parkplätzen, Möglichkeiten für Vereinssport, Schwimmlernbecken sind nur einige Vorzüge der Elle 2. Dagegen sieht eine Sanierung des alten Standorts ziemlich alt aus. Im schlimmsten Fall muss die alte Elberitzmühle sogar geschlossen werden ohne dass ein Ersatzneubau entstehen konnte. Dann waren die Freien Wähler mit ihrer Starrhalsigkeit auch die Totengräber des Freiluftbadens. Na danke auch."

 

Rüdiger Kleinke


Kurz und knackig

Warum nur 1,35m Wassertiefe?

Man könnte das Außenbecken auch mit 1,80m Wassertiefe auslegen. Das hätte aber zur Folge, dass der Außenbereich mit einer zusätzlichen Aufsichtsperson besetzt werden müsste. Das erhöht die Betriebskosten um ca. 50.000 Euro pro Jahr. Damit müssten die Eintrittspreise zusätzlich steigen. Da 1,35m in fast allen neu gebauten Becken in Deutschland den Schwimmenden ausreichen, wägen zu Gunsten geringerer Eintrittspreise ab.


Warum nur 25m-Bahnen? Weshalb wird die Wasserfläche verkleinert?

Bei der Dimensionierung des Bades sollte man vom regelmäßigen Normalbetrieb ausgehen. Andernfalls bläst man die Betriebskosten künstlich auf und muss deutlich höhere Eintrittspreise in Kauf nehmen. Das will niemand. Deshalb hat man sich auf eine in vielen anderen Städten bewährte Größe festgelegt. Durch die Trennung der Becken werden auch die Besucher innerhalb des Bades besser verteilt. Kinder nutzen den Nichtschwimmerbereich zum Toben, Schwimmer können zwischen dem ruhigeren Innenbecken oder dem Außenbecken wählen. Übrigens werden auch 25m-Bahnen für den Schwimmsport akzeptiert. 


Warum brechen die Schwimmbecken im alten Schwimmbad?

Für das langsame Anheben der Schwimmbecken ist der steigende  Grundwasserspiegel verantwortlich. Dafür sind die Becken aber statisch nicht vorbereitet: Sie brechen. Schon heute gibt die Stadt über 100.000 Euro nur für die Sanierung der Becken aus: Jedes Jahr! Eine Generalsanierung würde fast 5 Mio Euro kosten, welche die Stadt aus Eigenmitteln ohne Förderung aufbringen müsste, weil das Bad schon einmal gefördert wurde.


Warum ist der alte Platz nicht gut für einen Neubau?

Der alte Standort nahe den Bahngleisen ist verkehrsmäßig eine Katastrophe für Besucher und Anlieger. Autofahrer finden an normalen Tagen keinen Parkplatz. Der Verkehr zum und vom Bad ist für die Anwohner eine große Belastung. Wollte man dort ein Ganzjahresbad errichten, würde das zum geplanten Verkehrskollaps in der Elberitzstraße führen. Auch die Einrichtung von Parkplätzen auf dem heutigen Areal des Bades hilft nicht, denn dann wäre der verbleibende Platz für ein Bad zu gering.


Gibt es weitere Gründe für ein Ganzjahresbad?

Ja, ein wichtiger Grund ist die schwierige Beschaffung von Saisonpersonal. Schon heute ist es sehr schwierig, geeignete Bademeister und Helfer zu finden, die bereit sind, sich nur befristet für wenige Monate anstellen zu lassen. Verständlicherweise ziehen die meisten eine Festanstellung über das ganze Jahr vor. Es ist schon heute abzusehen, dass es künftig zusätzliche Schließzeiten aufgrund Personalmangels geben wird.


Wird der Unterhalt der  neuen Elle nicht teurer?

Ja und nein. Schon heute zahlt die Stadt jedes Jahr einen Betriebskostenzuschuss für das Freibad von 400.000 Euro. Die Stadtverwaltung rechnet nach dem Neubau mit einem Zuschuss von 800.000 Euro. Dafür wird sich die Anzahl der Nutzungen voraussichtlich vervierfachen. Der städtische Zuschuss pro Besuch wird sich also halbieren. Oder anders gesagt: Der städtische Zuschuss wird effektiver genutzt werden.


Lenkungsgruppe

Der Delitzscher Stadtrat hat 2015 eine Lenkungsgruppe eingesetzt, in der  verschiedene Varianten diskutiert wurden. Die im Stadtrat vertretenen Parteien haben konstruktiv an dem Thema gearbeitet und verschiedene Möglichkeiten geprüft, unter anderem einen Hallenbau auf dem bisherigen Gelände. Die Freien Wähler haben sich aus der Gruppe zurückgezogen.

Jetzt soll wieder eine solche Gruppe ins Leben gerufen werden, um die Planung zu begleiten und die Kosten im Auge zu behalten. Sie wird wohl nicht Lenkungsgruppe heißen, um den Freien Wählern wieder den Weg zur Mitarbeit zu ebnen.



Häufig gefragt zum Thema

Wo soll die Elle 2 gebaut werden?

Geplant ist ein Standort im Delitzscher Norden, der derzeit als Brachfläche oder Lagerplatz dient.

 

Wichtig: Sowohl Garagenbesitzer als auch YOZ-Nutzer haben nichts zu befürchten. Sowohl der Bestand der Garagen als auch des YOZ einschließlich aller Plätze ist garantiert.

 

Der Standort eignet sich aus diesen Gründen:

 

1. In der Nähe befinden sich 3 Kindertagesstätten und 2 Schulen, die die Einrichtung nutzen könnten.

2. An dem Standort gibt es im Unterschied zur Elberitzstraße keinerlei Zufahrtsprobleme und es gibt ausreichend Parkplätze.

3. Für die Fläche gibt es bereits einen Bebauungsplan, das spart Zeit in der Umsetzung.

4. Man könnte für die Heizung die Abwärme der gegenüber liegenden Stadtwerke nutzen, das würde Betriebskosten massiv sparen.

5. Die Einrichtung würde den Delitzscher Norden als Wohngebiet aufwerten.

 

Aber wie sieht es mit Schatten aus? Mal abgesehen davon, dass weite Teile des bestehenden Freibads auch schattenfrei sind, bestünde hier die Möglichkeit, mit der Anpflanzung bereits teilausgewachsener Bäume von Anfang an für Schatten zu sorgen.

Kann man sich den Eintritt leisten?

Die Eintrittsgelder werden von den Stadträten im Rahmen einer Satzung festgelegt. Aller Voraussicht werden sie etwas höher sein als in der bisher. Wir SPD-Stadträte werden darauf achten, dass das Baden in Delitzsch nach wie vor erschwinglich und attraktiv sein wird.

Fake News: "Der Stadtrat hat schon das Ende des Freibads beschlossen."

Diese Aussage ist falsch. Das Freibad Elberitzmühle wird so lange weiter zu betreiben, wie es keine andere öffentliche Badeanstalt in Delitzsch gibt. Das kann noch eine Weile dauern. Sehr ungünstig - weil unangemessen teuer - wäre es, das Freibad aus Eigenmitteln zu sanieren und dauerhaft weiter betreiben zu müssen, wenn das geplante Projekt nicht umsetzbar wäre. Das wäre für Delitzsch und seine Bürger die teuerste Lösung, denn in diesem Fall müßten die 4,5 Mio für die Sanierung und geschätzte 1,5 Mio für den Ersatzneubau des Lehrschwimmbeckens aus der Stadtkasse aufgebracht werden.

Alles im Blick

Delitzsch hat zwei große Investitionsaufgaben in den kommenden 10 Jahren zu stemmen: Eine Lösung für das Freibad und die Sanierung der Artur-Becker-Oberschule. Wenn die Stadt anstelle der rund 6 Mio für das Freibad (einschließlich Lehrschwimmbecken) nur 5 Mio Euro (unsere Kosten für das neue Bad) von 15 Mio (Gesamtkosten) investieren muss, ist schon mal  1 Mio Euro gespart - und das bei einer qualitativ hochwertigen Lösung. Dieses Geld käme der Schule zugute, die dann besser ausgestattet werden könnte. Auch diesen Aspekt  müssen wir bei der  Bewertung des Vorhabens berücksichtigen.

 

Die SPD-Fraktion im Stadtrat behält alle Aspekte im Blick, auch die zweifelsohne höheren Betriebskosten.

 

Durch den Bad-Neubau würde Delitzsch als Wohnstandort dauerhaft erheblich an Attraktivität für Familien mit Kindern gewinnen. Und auch der touristische Wert unserer Stadt würde steigen. Von mehr Touristen würde unsere historische Altstadt mit ihren Geschäften ebenso profitieren wie die Gastronomie.

 

Und vergessen wir eines nicht: Es war immer der größte Wunsch der Delitzscher, ein Hallenbad vor Ort zu haben. Dieser Wunsch ist nun der erste Mal wirklich in Griffweite, die Chance wird es die nächsten 30 Jahre nicht wieder geben. Bei unserer Bürgerbefragung 2013 stand das Hallenbad an erster Stelle aller Bürgerwünsche. Nun könnte es Realität werden.

 

Deshalb ist nun die Zeit gekommen, gute Entscheidungen für unsere Heimatstadt zu treffen. Und so sieht der Fahrplan aus:

  • Als nächstes Fördermittelakquise und nochmaliges Durchrechnen der Investition und Folgekosten
  • Bis Ende 2018 Entscheidung treffen

Für Fragen und Anregungen sowie weitere detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Sprechen Sie uns bitte an.

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Kommentare: 10
  • #1

    H.K. (Donnerstag, 19 Juli 2018 08:50)

    Da hat sich einer viel Zeit genommen alles in SPD Licht erscheinen zu lassen. Leider einige Fehler enthalten z.B. Lehrschwimmbecken darf nicht mit eingerechnet werden und siehe da schon ist die Sanierung billiger als der Anteil für den Neubau. Und mal ehrlich 1.30 Meter Wassertiefe... Da ist der Pool von vielen tiefer. Und es wird eher flacher (Kosten) wer soll das dann nutzen unsere Frühschwimmer und älteren Bürger... Wenn die Wassertiefe 2,50 Meter an der tiefsten Stelle wäre und das gewährleistet wird dann wäre alles ok. Dafür sollte sich hier eingesetzt werden und nicht schon ein Jahr vor der Wahl gehetzt werden.

  • #2

    Rüdiger Kleinke (Donnerstag, 19 Juli 2018 14:21)

    Lieber H.K.,
    Mit vollem Namen könnten wir ja jetzt mit offenem Visier streiten.
    Zu Ihren Punkten:
    Die Schwimmbadtiefe steht überhaupt noch nicht fest.
    Das Lehrschwimmbecken muss gemacht werden und daher ist die Einberechnung korrekt.
    Hetzen tut hier niemand. Wir informieren, kommentieren und bewerten. Das ist legitim und unsere Aufgabe. Hetze sieht anders aus. Bleiben Sie doch bitte sachlich.
    Beste Grüße

  • #3

    H.K. (Mittwoch, 25 Juli 2018 21:13)

    Lieber K.R.
    Das Schlimme ist, dass die Tiefe nicht festgelegt ist. Die Tiefe macht einen Bau teurer oder auch billiger. Ich habe nicht gesagt, dass es feststeht, sondern das sich alle einsetzen sollen für eine würdige Tiefe. Im Plan stehen 1,30 richtig, in Stadtratssitzung sprach man auch von Veränderungsmöglichkeiten richtig. Aber wenn es zu teuer wird, nimmt man von den 1,30 eher noch etwas weg, deshalb meine Einlassung dass sich der Stadtrat dafür ein setzen soll. Übrigens würde dann der gesamte Stadtrat einstimmig handeln, da bin ich mir zu 100% sicher.
    Hetze sieht anders aus, hm ok, ich finde "...die Freien Wähler mit ihrer Starrhalsigkeit …" schon sehr übertrieben. Ich bin freier Bürger und ihr solltet für die Stadt das Beste gemeinsam herausholen und euch nicht anfeinden. Ideen einbringen, diskutieren und fair gemeinsam handeln, da kenne ich schon einige Klüngelei in den letzten Jahren auch bezogen auf unseren ehrenwerten Stadtrat, leider.
    Und ein letzter Satz zum offenen Visier: Ich bin Ihnen gut bekannt und irgendwie auch meist der Einzige der hier anscheinend diese Seiten mal positiv/negativ kommentiert. Also haben Sie schon einige Erfahrungen mit mir. Sie merken sicher auch durch mein kommentieren mein Interesse im Sinne für ein tolles Delitzsch.
    So damit ist alles gesagt, ich werde nun erst mal wieder schweigen.
    Beste Grüße auch von mir

  • #4

    Reibrandt (Dienstag, 31 Juli 2018 09:53)

    Komisch... Für den Neubau der Elle 2 kann die Stadt 5 Mio € aufbringen und das Bad anschließend mit 800k €/p.a. fördern. Für das jetzige Freibad ist aber kein Geld da... Haltet ihr Genossen die Delitzscher Bewohner wirklich für so blöd, dass solche Aussagen bedingungslos geschluckt werden?! Bürgernahe Politik sieht, m. E., vollkommen anders aus.

  • #5

    Rüdiger Kleinke (Samstag, 04 August 2018 11:38)

    Hallo Reibrand, haben Sie unsere Seite überhaupt gelesen? Wir schreiben an keiner Stelle, dass die 5 Mio für die Elberitzmühle nicht da wären. Natürlich hätte die Stadt das Geld dafür. Wir stellen aber die Frage, ob es die beste Lösung für die Stadt ist, die 5 Mio in die Sanierung des Freibades zu stecken (mit 4 Monaten Badevergnügen) oder in die Elle 2 mit ganzjährigem Badespaß. Das ist doch der Kern der Sache. Und bitte lassen Sie doch die unsachlichen Vorwürfe gegen uns. Bloß weil Sie uns nicht leider können, müssen Sie hier nicht ausfallend werden. Respektieren wir uns einfach gegenseitig, dann können wir auch über strittige Fragen besser diskutieren und die beste Lösung für unsere Stadt finden. Ich lade Sie herzlich zum persönlichen Kennenlernen ein, Ihr Rüdiger Kleinke

  • #6

    Reibrandt (Mittwoch, 29 August 2018 11:43)

    Wenn ich also frage, für wie blöd die Genossen die Delitzscher halten, werde ich ausfallend?! Ok, dann formuliere ich es anders... Glauben die Genossen, dass die Delitzscher an celebraler Armut leiden? Klingt das besser? Die SPD, als selbsternannter Vertreter der Arbeiterklasse, wenn man diesen Begriff noch so verwenden kann, unterstützt ein Projekt, das in absehbarer Zeit nicht mehr für alle finanzierbar zu werden droht. Wer kann oder will deutlich mehr für den Badespaß zahlen, als es jetzt im Freibad kostet? Um wieviel Prozente muss der Preis steigen, damit sich die "Elle 2" selbst trägt und wer soll diese Eintrittspreise bezahlen? Was passiert, wenn das neue Bad nicht mehr finanzierbar ist? Machen wir dann einen Supermarkt mit Saunafunktion draus? Herr Kleinke, Sie sind Unternehmer und wenn ich richtig informiert bin, auch ein recht erfolgreicher. Gerade SIE müssten doch gewinnorientiert denken und handeln. Mir ist es schleierhaft, wie man ein erfolgreiches Unternehmen leiten und auf der anderen Seite so blauäugig sein kann. Danke für das Angebot des persönlichen Kennenlernes, aber ich glaube, es ist für uns beide besser, wenn ich ablehne. Der Grund dafür liegt nicht in Ihrer Person, sondern vielmehr darin, dass die SPD Dinge getan hat, die mit meinem Gewissen absolut unvereinbar sind. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen beim bevorstehenden Wahlkampf viel Erfolg...

  • #7

    M. Bachmann (Samstag, 01 September 2018 15:57)

    Ich verfolge die Diskussion mit ,nun ja, doch etwas Unverständnis. Ich zitiere aus dem Kommunalwahlprogramm der SPD von 2014:“Für den Erhalt des Tiergartens, FREIBADES,...“. Steht direkt auf Seite 2 unter dem Punkt „Lebenswerte Umwelt“, zweite Punktaufzählung. Ebenso posierte Herr Prof. Dr. Schönherr ebenfalls unter dem Slogan „Freibad und Tiergarten erhalten“ (Seite 3 des Propagandaheftes). Über das Wahlversprechen „Baden am Webelliner See“ möchte ich mich nicht weiter auslassen, da auch dies irgendwie in Vergessenheit bei den Genossen geraden ist.
    Ich freue mich bereits auf das neue Wahlprogramm und verspreche, auch dieses aufzuheben und nachzuhaken.

  • #8

    Rüdiger Kleinke (Sonntag, 09 September 2018 18:32)

    Liebe/r Frau/Herr Reibrandt, nein, wir glauben nicht, dass wir Delitzscher (zu denen wir uns auch zählen) an zelebraler Armut leiden. Aber Danke, dass Sie hier sehr klar sind, was Ihre Position zur SPD angeht.

    Trotzdem antworte ich Ihnen gern, da Sie im Kern die wichtigste Frage ansprechen. Ein öffentliches Freibad kann niemals rentabel geführt werden. Auch die Elberitzmühle ist nicht rentabel (wie Sie selbst schreiben). Die Stadt agiert hier auch nicht als Unternehmen, sondern sie investiert in das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Bürger. Das neue Familienbad wird die Lebensqualität in Delitzsch ganzjährig steigern. Und dieses Ziel habe ich als gewählter Stadtrat auch im Blick.

    An dieser Stelle möchte ich meine Antwort an Herrn/Frau Bachmann einbinden. Wir nehmen unser Wahlprogramm sehr ernst und erfüllen es. Schließlich können Sie bis heute und auch noch in den kommenden Jahren im Freibad Elberitzmühle baden. Wir haben 2014 zugesichert, dass wir uns für den Erhalt des Freibades einsetzen. Deshalb haben wir jedes Jahr das Geld trotz Haushaltssperre für die notwendigen Reparaturen (erhebliche Summen!) im Haushalt bereit gestellt. Übrigens im Konsens mit den anderen Stadträten. Jetzt haben wir 2018 und es stellt sich die Frage, wie lange das Freibad von Jahr zu Jahr neu geflickt werden kann. Die Technik (Pumpen, Filter) ist marode, die Becken heben sich und brechen. Was würden Sie, lieber Herr Bachmann, tun, wenn Ihr Auto nicht mehr durch TÜV kommt und Sie das Angebot eines Neuwagens bekommen? Fahren Sie es dann bis die Räder bei offener Fahrt abfallen? Ich würde jedenfalls nicht so handeln.
    Wir handeln vorausschauend für die Bürger unserer Stadt, wenn wir jetzt dafür sorgen, dass sie auch in 10 Jahren noch Badespaß in Delitzsch haben. Dann sicher am neuen Standort.
    Ein Wort noch zu den Eintrittspreisen. Darüber werden die Stadträte befinden. Wir als Fraktion werden darauf achten, dass der Zugang für jeden erschwinglich bleibt. Vor allem aber für Familien und Kinder. Das ist die Handschrift der SPD.
    Herzliche Grüße, Ihr Rüdiger Kleinke

  • #9

    M. Bachmann (Freitag, 14 September 2018 20:21)

    Vielen Dank für Ihre Einlassungen Herr Kleinke, ich werde in 10 Jahren ob der Nachhaltigkeit des Spaßes erinnern. Ich bezweifle allerdings, dass die Eintrittspreise für die Ganztagsnutzung noch für alle Mitbürger erschwinglich bleiben werden, es sei denn Delitzsch agiert wirtschaftlich anders, als die angrenzenden Städte mit Freibad! Oder wird neben den Betriebskosten auch bei den Eintrittspreisen bezuschusst? Das wäre ja toll aber zu welchen Streichungen bei Pflichtausgaben der Stadt würde das führen?

  • #10

    Reibrandt (Montag, 17 September 2018 11:58)

    Sehr geehrter Herr Kleinke, ich meinte mit der Anmerkung an unternehmerisches Denken auch nicht zwangsläufig die Stadt Delitzsch, sondern vielmehr den "Aufsichtsrat", nämlich den Stadtrat. Wenn man bereits in der Elberitzmühle bezuschusst hat, wie ja allgemein bekannt ist und diese Bezuschussung anstrengend ist, weil das Geld ja auch woanders genutzt werden könnte, dann frage ich mich, warum man für ein neues Bad noch mehr Zuschüsse bereitstellen kann/will, auch wenn dadurch, Ihrer Meinung nach, die Lebensqualität der Delitzscher angehoben wird. Wird es dem Hartz IV- Empfänger dann leichter fallen, seinen Alltag zu meistern, nur weil wir jetzt ein supertolles Hallenbad haben? Die Schulen haben spontan modernere Lehrmittel und die Schüler schreiben nur noch beste Noten? Plötzlich sind wirklich ALLE Radwege ich DZ mit einer guten Oberfläche versehen und beleuchtet? Die Delitzscher sind plötzlich glückseliger und keiner vermisst mehr ein Fahrrad...und das alles nur wegen eines Hallenbades?! Eine Steigerung der Lebensqualität sieht, in meinen Augen, anders aus...