Aus der Delitzscher Händlerschaft wurde an die SPD der Wunsch heran getragen, die Gebührenfreiheit für 2 m² Werbefläche auf Werbeaufsteller auszuweiten. Wir haben uns des Themas angenommen und einen Antrag im Stadtrat eingebracht. Dieser wurde am 22.9. im Stadtrat positiv entschieden.

Worum geht es?

Jedem Händler in Delitzsch stehen bereits jetzt 2 m² Fläche zu, auf dem er kostenlos Warenauslagen präsentieren darf. Wenn der Händler anstelle von Ware einen Werbeaufsteller platzieren möchte, muss er dafür 6 Euro pro Monat bezahlen. Die SPD beantragt nun, dass auf diese 6 Euro pro Monat verzichtet wird. 

Sind mehr Aufsteller zu erwarten?

Nein, denn die Aufsteller bleiben erlaubnispflichtig. Stehen nach Ansicht der Stadt zu viele Aufsteller oder passt der Aufsteller nicht ins Stadtbild, kann die Stadt (wie bisher auch) die Erlaubnis versagen. Auch die viel beschworenen "Michelin-Männchen" in der Stadt sind und bleiben ein Scheinargument. 

Wem nützt es?

Der Verzicht auf die Gebühr nützt den Händlern der Delitzscher City am meisten, denn sie müssen ihre Werbeaufsteller auf städtischem Grund (Fußweg) platzieren. Gleichzeitig wird ein Stück Gerechtigkeit hergestellt, denn die Händler in den Einkaufszentren haben das Problem nicht: Sie können beliebig Aufsteller auf ihrem nicht-öffentlichen Grund aufstellen.

Wer unterstützt die Initiative?

Insgesamt 70 Delitzscher Händler, darunter alle namhaften Geschäfte, unterstützen mit ihrer Unterschrift den Vorschlag der SPD. Die Werbegemeinschaft Delitzsch und die IHK Leipzig unterstützen ebenfalls den Antrag. 


Aus der LVZ vom 13.09.2016:

 

 

Delitzscher SPD will mehr Freiheit für die Cityhändler

 

Werbung vor der Tür soll kostenlos möglich sein / Stadtratsantrag auf Satzungsänderung eingereicht

 

VON KAY WüRKER

 

Delitzsch. Die Delitzscher Sozialdemokraten machen sich für den örtlichen Einzelhandel stark: Für die Stadtratssitzung Ende des Monats hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingereicht, der die Gewerbetreibenden in der Innenstadt entlasten soll. Konkret geht es um eine Änderung der Gebührensatzung für die Nutzung der Gehwege. Zwar können Händler und Dienstleister auch jetzt schon zwei Quadratmeter vor ihrer Ladentür kostenfrei nutzen, allerdings nur für Verkaufsstände und Auslagen. Die SPD möchte in diese Zwei-Quadratmeter-Regel auch Werbeaufsteller einbeziehen lassen. Der Stadtrat soll eine Änderung der Sondernutzungssatzung beschließen, so der Antrag. Zur Debatte stehen sechs Euro pro Aufsteller und Monat. Wobei nicht allein die finanzielle Entlastung, sondern mehr noch das positive Signal wichtig sei: „Die Stadt soll verdeutlichen, dass sie die Händler fördert, die die Innenstadt am Leben erhalten“, erklärt Ratsmitglied Rüdiger Kleinke. Die Aufstellung bleibe dennoch erlaubnispflichtig, so dass bei Beeinträchtigungen des Stadtbildes die Erlaubnis auch versagt werden könne. Eine Unterschriftensammlung der SPD unter Gewerbetreibenden brachte bereits ein positives Echo: 70 Geschäftsinhaber haben unterzeichnet. K.W.